In den Dokumenten aus vergangenen Jahrhunderten ist bedeutend mehr von Männern als von Frauen die Rede. Im Taufbuch ist das nicht so: Jedes Kind hatte etwa gleich viele Taufpatinnen wie Taufpaten. Besonders die Ehefrauen der Landammänner und hohen Offizieren wurden unzählige Male gebeten, Gotte zu sein, einige sogar deutlich häufiger als ihre Ehemänner.
Auch sonst lassen sich aus dem Taufbuch – immer in Kombination mit anderen Quellen – «Biographien» von Frauen herauslesen. Zwar beschränken sich diese leider weitgehend auf das Faktische, da wir kaum je persönliche Äusserungen von oder über sie besitzen, aber schon das, was wir haben, ist in vieler Hinsicht aufschlussreich.
Ein Beispiel ist Drina Portmännin, geb. ca. 1544. Ihrem Leben bin ich zunächst deshalb nachgegangen, weil aus den Quellen nicht klar hervorging, ob es sich um eine oder um zwei Frauen handelte. Daraus ist ein farbiges Lebensbild des damaligen Davos entstanden, das hier in drei Teilen erzählt wird.
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