18 – Bartholomäus Anhorn d.Ä. (MoH 12)

Ein weiterer historischer Kriminalroman aus den Bündner Wirren!

Diese gipfelten in der Eroberung und Besetzung Bündens durch die Österreicher im Herbst 1621 und wurden nur kurz 1622 durch den Prättigauer Aufstand unterbrochen (s. MoH 11). Im November 1621 hatten vor allem die reformierten Pfarrer aus Bünden fliehen müssen (s. MoH 8). Im April 1622 kamen die meisten wieder zurück, aber ein paar Monate später schlug Österreich erneut zu, und sie mussten sich wiederum in Sicherheit bringen (s. ebenfalls MoH 8).

Dieses Schicksal hatte auch Bartholomäus Anhorn, Pfarrer in Maienfeld. Anhorn hat ausführliche zeitgeschichtliche Schriften in Manuskriptform hinterlassen, aber gedruckte Werke aus seiner Zeit, die seinen Namen tragen, gibt es praktisch keine. Seine Bedeutung als Beobachter des Zeitgeschehens und als Geschichtsschreiber ist deshalb bis heute völlig unterschätzt worden.

Anhorn ist nämlich der Verfasser verschiedener wichtiger, ja regelrecht brisanter Schriften, die in jenen Jahren (1618, 1620 und 1622) anonym im Druck erschienen sind. Er hat seine Autorschaft aber sehr klug versteckt – ganz einfach, um sich und seine Familie zu schützen. Die erste Identifikation, nämlich dass er den Bericht über den Prättigauer Aufstand geschrieben hat, ist über 150 Jahre alt, hat sich aber noch immer nicht vollständig durchgesetzt. In dieser Ausgabe des Monsteiner Hermes wird nun – nach über 400 Jahren – bewiesen, dass auch die beiden wichtigen Schriften über den Veltliner Mord (1620) und das Strafgericht von Thusis (1618) aus seiner Feder stammen.

Dies verändert nicht nur die Quellenlage zu den Bündner Wirren ganz erheblich, sondern wir müssen auch unsere Einschätzung des Zeitzeugen Anhorn gründlich revidieren.

(Mitteilung an die Mitglieder der Mailing-List: Gegenüber dem Versand sind nur in Kap. 5 wichtige Änderungen vorgenommen worden; und s. auch den Epilog und den Anhang!)

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