25 – Bekanntes und Neues zur Reformation auf Davos und in Bünden (MoH 19)

Die hiesige 19. Ausgabe des Monsteiner Hermes, am Morgen des 31. Juli verschickt, hat mir viele Reaktionen eingebracht, die zu einer substantiellen Erweiterung geführt haben. In der untenstehenden, dritten Fassung sind die beiden Anhänge der zweiten eingearbeitet.

Die Bündner Reformation war wegen der grossen Unabhängigkeit der einzelnen Gemeinden etwas ganz Besonderes. Toleranz wurde grossgeschrieben – auch wenn sie nicht immer wie vorgesehen gelang (vor allem hundert Jahre später in den Bündner Wirren, s. MoH 7–9, 12 und 15), wobei es, wie bei allen religiösen Konflikten, viel mehr um Geld und Macht als um die religiösen Inhalte ging.

Um das Thema haben sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte aber auch «Mythen» gebildet. Einen von diesen, wohl den wichtigsten, das erste Halbjahr 1526 betreffend, muss ich, so leid es mir tut, «zertrümmern». Damit macht man sich immer bei einigen Leuten unbeliebt. Aber bei reiflicher Überlegung ist der Verzicht auf diesen Mythos halb so bitter: Der Fortschrittlichkeit und genialen Pragmatik der spezifisch bündnerischen Lösung für ein möglichst friedvolles Zusammenleben von Katholiken und Protestanten teilweise auf engstem Raum tut dies nämlich keinen Abbruch.

Ich wünsche eine erbauliche Lektüre!

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